Dreizehn Schülerinnen und Schüler des „Petőfi Sándor“ Evangelischen Gymnasiums Bonnhard nahmen an einer dreitägigen Studienreise in Deutschland teil. Diese Reise im Juni wurde durch eine Zusammenarbeit zwischen dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Deutsch-Ungarischen Jugendwerk ermöglicht. Am Tag vor dem Seminar hatten die Jugendlichen aus Ungarn die Gelegenheit, ihre AustauschpartnerInnen von der Partnerschule in Treuchtlingen kennenzulernen. Außerdem unternahmen sie einen Stadtrundgang durch Nürnberg, besichtigten viele his torische Sehenswürdigkeiten, erkundeten die schöne Altstadt und verbrachten gemeinsam Zeit mit den deutschen Schülerinnen und Schülern.
Das dreitägige Seminar fand in Mödlareuth im Deutsch-Deutschen Museum statt, wo eine kurze Strecke der ehemaligen innerdeutschen Grenze bis heute erhalten geblieben ist und besichtigt werden kann. Dank der abwechslungsreichen Programme, interessanten Vorträge und interaktiven Aufgaben konnten die Jugendlichen viel über die deutsche Geschichte der Neuzeit, die Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland sowie darüber lernen, wie die Teilung Deutschlands Familien und Freundschaften auseinandergerissen hat. Besonders beeindruckend war die Ausstellung des Deutsch-Deutschen Museums, in dem zahlreiche originale Gegenstände aus der Zeit der deutschen Teilung ausgestellt sind. Dadurch konnten sich die Schülerinnen und Schüler besser vorstellen, wie schwierig das Leben an der Grenze damals gewesen sein musste. Mithilfe von VR-Brillen-Führungen konnten sie in die Geschichte eintauchen.
Ein besonderes Erlebnis war das Gespräch mit einem ehemaligen Flüchtling aus der DDR, der über seine persönlichen Erfahrungen berichtete. Die Erzählung über die Berliner Mauer und das Leben im getrennten Deutschland machte die Geschichte für die Schülerinnen und Schüler noch greifbarer und lebendiger. Seine bewegenden Erzählungen zeigten, welche Gefahren viele Menschen auf sich nahmen, um in Freiheit leben zu können. Die Jugendlichen hatten außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mehr über das Leben in der DDR zu erfahren.
Die Studienreise war für alle Teilnehmer eine wertvolle Erfahrung. Sie konnten nicht nur ihre Deutschkenntnisse verbessern und neue Freundschaften schließen, sondern auch wichtige historische Ereignisse besser verstehen. Die Reise zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Freiheit, Zusammenhalt und Frieden in Europa sind.
Borbála Hudvagner 10A
„Petőfi Sándor“ Evangelisches Gymnasium Bonnhard
NEUE ZEITUNG, NR. 30/2026,

